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Schule - Erdkunde |
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» Erdkunde
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Aufbau der ErdeDie Erde im PlanetensystemDie Erde ist ein ganz besonderer Planet. Nur hier innerhalb des Sonnensystems herrschen Bedingungen, die Leben entstehen ließen und eine biologische Evolution ermöglichten:
Die Entwicklungsgeschichte der Erde
Gestalt und Größe der ErdeVon der gesamten Oberfläche der Erde werden 361 Mio km2 (70,8 %) von den Ozeanen und nur 149 Mio km2 (29.9 %) von den Festländern eingenommen. Im Vergleich zur Größe sind die Höhenunterschiede gering (Mt. Everest 8.882 m, Marianengraben -11.034 m). Die Besonderheiten der Höhengliederung der Erde werden in der hypsographischen Kurve zusammengefaßt.Die hypsographische Kurve veranschaulicht die vertikalische Gliederung der Erdoberfläche. Von der Küste aus senkt sich im allg. der Meeresboden langsam bis zu einer Tiefe von etwa 200m. In diesem Schelfmeer liegt der größte Teil der Inseln (Festlandinseln). Am Rande des Schelfs fällt der Meeresboden steiler zur Tiefseetafel ab, am sog. Kontinentalabhang. Das Schelfmeer ist also ein Teil der Kontinentaltafel.
Schalenbau der Erde
Das einfache Schema Erdkruste, -mantel und -kern, das auf der seismisch ermittelten Dichteverteilung beruht, läßt sich heute durch bessere Kenntnisse der physikalischen Eigenschaften des Erdmaterials verfeinern: Die starre äußere Hülle der Erde umfaßt nicht nur die Kruste, sondern auch den oberen Erdmantel bis zu einer Tiefe von 100 km. Sie wird mit dem Begriff Lithosphäre (= Gesteinsschicht) zusammengefaßt. Unterhalb 100 km sind die Temperaturen so hoch, daß bis zu 10 % des Gesteins geschmolzen sind und dadurch die ganze Schicht zähplastisch wird. Diese Asthenosphäre (= Schwächezone) wirkt wie eine Gleitschicht für die auflagernde Litosphäre. Mit anderen direkten Methoden, v.a. der Untersuchung des Gesteinsmagnetismus, wurde bewiesen, daß sich die starre Litosphäre tatsächlich bewegt. Da sie die ganze Erde lückenlos umspannt, ist dies nur denkbar, wenn sich Teilstücke relativ zueinander bewegen. Solche Teilstücke der Litosphäre bezeichnet man als Platten. Die Grenzen zwischen den Platten sind die tektonisch besonders aktive Zonen der Erde: Wo Gesteinsschmelze (Magma) aus dem Erdmantel an die Oberfläche dringt, wird neue Litosphäre gebildet; wo Platten zusammenstoßen, taucht Litosphärenmaterial in den Erdmantel ab, wird dabei aufgeschmolzen und kann in Vulkanen oder Plutonen wieder zur Oberfläche aufsteigen.
Diese Grafik veranschaulicht den gegenwärtigen, aber schon lange gültigen Gleichgewichtszustand der Erde, den isostatischen Zustand oder anders ausgedrückt: die Erde befindet sich im Zustand der Isostasie, d.h. unter schwerer Erdkrustenbelastung kann sich die leichtere Erdkruste mächtig entwickeln (bis 70 km tief), unter leichter Oberflächenmasse muß sehr bald die schwere Mantelmasse Gegengewicht bilden.
PlattentektonikDurch ungleichmäßige Wärmeverteilung gibt es im Erdmantel Bereiche, in denen Mantelmaterial aufsteigt, sich horizontal unter der Litosphäre bewegt, dabei abkühlt und schließlich anderswo absinkt. Bei dieser Mantelkonvektion wird die starre Litosphäre einschließlich ozeanischer oder kontinentaler Kruste wie auf einem Förderband passiv mitgeschleppt; je nach Transportrichtung des "Förderbandes" bewegen sich einzelne Litosphärenplatten in unterschiedlicher Richtung. Im Aufstrombereich zweier Konvektionswalzen entfernen sich die Platten voneinander, im Abstrombereich wandern sie aufeinander zu.An einer divergenten Plattengrenze, d.h. dort, wo sich zwei Platten voneinander entfernen, wird die entstehende "Lücke" durch aufdringendes Mantelmaterial laufend geschlossen; es erstarrt und bildet neue Litosphäre. Dies ist an den Mittelozeanischen Rücken der Fall, in deren zentralem Teil, dem Scheitelgraben (rift valley), dauernd neuer Ozeanboden entsteht. Man nennt dies Ozeanbodenspreizung (seafloor spreading). Der Mittelozeanischen Rücken werden in unregelmäßigen Abständen an Querbrüchen, den sog. Transform-Störungen, seitlich versetzt. An dieser Plattengrenze gleiten die Platten seitlich aneinander vorbei. An einer konvergenten Plattengrenze, d.h. dort, wo zwei Platten zusammenstoßen, wird dagegen Ozeanboden vernichtet: Dort schiebt sich eine Platte auf die andere und zwingt diese, abzutauchen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Subduktion. Längs der Subduktionszonen bilden sich Tiefseegräben. In ihrem Hinterland dringt ein Teil des beim Abtauchen geschmolzenen Krustenmaterials in Vulkanen wieder auf. Wenn zwei ozeanische Platten zusammenstoßen, bilden ganze Vulkanketten langgezogene Inselbögen. Beim Zusammentreffen einer ozeanischen und kontinentalen Platte bleibt die mächtige, aber leichtere Platte aus kontinentaler Kruste obenauf. Ihr Rand wird gestaucht und zu einem Gebirge aufgefaltet, an Schwächezonen dringt Krustenmaterial ein, ohne die Oberfläche zu erreichen (Plutonismus) oder es kommt auch hier zu vulkanischer Aktivität. An den Kontinentalrand der aufgleitenden Platte werden gelegentlich zusammengestauchte Sedimente oder mit der abtauchenden Platte herantransportierte Krustenteile, sog. Terrane, angefügt. Abgesehen von solchen Materialanlagerungen sind die Kontinente bemerkenswert stabil. Als leichtester Teil der Kruste schwimmen sie immer wieder auf und werden deshalb kaum in die Subduktion mit einbezogen. Ozeane entstehen und vergehen, die Gesamtoberfläche der Kontinente bleibt bestehen. Die Anordnung der Kontinente verändert sich allerdings dauernd.
Das Wandern der Kontinente
Das Plattenmosaik der Litosphäre
Vulkanismus
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