|
Schule - Geschichte |
|
|
|
Die deutsche Geschichte 1917 - 1918Die Wende 1917Im Frühjahr 1917 bricht in Rußland eine Revolution aus, die mit dem Sieg der Bolschewisten endet. Außerdem greift die USA in den Weltkrieg ein.Bei dieser Revolution wird der russische Zar gestürzt. Auslöser der Revolution sind Erbitterung über die Not des Krieges und die Mißwirtschaft. In dieser Revolution entsteht zunächst eine Regierung aus Liberalen und gemäßigten Sozialisten. Diese "Provisorische Regierung" setzt aber den Krieg fort. Deshalb wollen die deutsche Regierung und Heeresleitung durch Einschleusung radikaler Politiker die Anti - Kriegsbewegung stützen. Im April 1917 läßt die Reichsregierung eine Gruppe radikaler russischer Emigranten nach Rußland einreisen, unter ihnen den Führer der bolschewistischen Partei, Lenin. In der Oktoberrevolution errangen die Bolschewisten die Macht und bieten sofort Friedensverhandlungen an. Am 15. Dezember begann der Waffenstillstand. Deutschland will Rußland von sich Abhängig machen. Als die Russen nicht gleich nachgeben, beginnen deutsche Truppen erneut mit dem Vormarsch. Diesem Druck beugt sich Lenin, um die bolschewistische Herrschaft zu sichern. Zwar werden dadurch deutsche Kräfte für den Westen frei, aber die Kontrolle der besetzten Gebiete bindet immer noch eine Million Soldaten.
Auswirkung des Krieges auf die HeimatSeit 1916 nimmt die Kriegsmüdigkeit zu. Die stärkste deutsche Partei, die SPD, spaltet sich an der Frage der Kriegskredite. Im April 1917 gründete der linke Flügel die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD), die den sofortigen Friedensschluß und eine politische Umwälzung in Deutschland anstrebt. Da die deutsche Regierung gemäß der Verfassung von 1871 nicht vom Vertrauen des Parlamentes abhängig ist, bleibt die Friedensresolution der Mehrheitsparteien von 1917 ohne Folgen. Seit 1916 ist die Oberste Heeresleitung die maßgebende Instanz, der gegenüber die zivile Regierung völlig untergeordnet bleibt.
Der Zusammenbruch der MittelmächteAm 3. Oktober ernennt der Kaiser Prinz Max von Baden zum Reichskanzler. Dieser nimmt in seine Regierung Mitglieder der Mehrheitsparteien auf. Diese Regierung gibt am 4. Oktober dem Drängen der Heeresleitung nach und richtet einen Waffenstillstandsgesuch an Präsident Wilson. Er verlangt den sofortigen Stop des U-Boot-Krieges und die Einführung einer demokratischen Verfassung.Am 28. Oktober wird Deutschland durch eine Verfassungsänderung eine parlamentarische Demokratie, am 9. November geht der deutsche Kaiser ins Exil. In allen Deutschen Ländern danken die Fürsten ab, nachdem in mehreren Städten Aufstände ausbrechen. Der Austand beginnt, als die Matrosen sich weigern . ihre Schiffe klarzumachen. Arbeiter verbünden sich mit ihnen und treten in den Streik. Der unter bolschewistischem Einfluß stehende Spartakusbund, aus der USPD hervorgetreten, ruft zum Generalstreik auf und erstrebt den revolutionären Umsturz nach russischem Vorbild. Um der Proklamation der Räterepublik durch den Spartakist Karl Liebknecht zuvorzukommen, ruft am 9.11.1918 in Berlin der Mehrheitssozialist Philipp Scheidemann die Republik aus. Hindenburg läßt keinen Zweifel, daß die militärische Lage den Waffenstillstand zwingend erfordert. Er wird am 11.11.1918 in Compiegne unterzeichnet.
Die Oktoberrevolution 1917Im März 1917 kommt es in Petersburg zu Demonstrationen hungernder Arbeiter. Die gegen die Demonstranten eingesetzten Truppen bleiben untätig und gehen sogar zu ihnen über. Der Zar wird abgesetzt und verhaftet. Ein Jahr später wird er und seine Familie von Bolschewisten ermordet.Die Mittelmächte erwarten von den Wirren in Rußland eine Entlastung der Ostfront. Der Sieg der gemäßigten Richtung enttäuscht sie. Deshalb läßt die deutsche Regierung im April 1917 eine Gruppe russischer Emigranten aus der Schweiz nach Petersburg einreisen. An ihrer Spitze steht Lenin. Ihm gelingt es, die über die Fortsetzung des Krieges enttäuschten Massen gegen die Regierung aufzuwiegeln.
Die deutsche Revolution von 1918Friedrich Ebert, dem Führer der Sozialdemokraten, wird am 9. November, als der Aufruhr nach Berlin übergreift, das Amt des Reichskanzlers von seinem Vorgänger Prinz Max von Baden übertragen. Er bildet aus drei Sozialdemokraten und drei Vertretern der USPD eine neue Regierung.Die Spartakisten erstreben unter Führung Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs eine radikale Umwälzung, eine Räterepublik nach russischem Muster. Die Unabhängigen Sozialdemokraten lehnen zwar das bolsch. Regierungssystem ab, sind aber mit dem Verlauf des Umsturzes unzufrieden. Deshalb wenden sie sich auch gegen Eberts Politik, die Unruhen im Zusammenwirken mit der Obersten Heeresleitung der alten kaiserl. Armee zu unterdrücken. Ebert und seine Partei sehen in der Arbeiter- und Soldatenräten nur eine Übergangserscheinung. Nachdem sie jahrzehntelang die parlamentarische Demokratie erstrebten, blieben sie diesem Ziel jetzt treu und lehnten eine Alleinherrschaft de Arbeiterklasse ab. Sie drängen auf eine baldige Wahl einer verfassunggebenden Nationalversammlung; ein unter ihrem Einfluß stehender Rätekongreß entscheidet in diesem Sinne.
ÜbersichtAuslöser
Führt zu
Führt zu
Wichtig!
Diese HTML-Dateien bzw. ihr Inhalt sind ausschließlich für die private Nutzung bestimmt! Für eine Nutzung außerhalb dieser Bedingungen wende Dich bitte an Martin Burger. Ich gebe keine Gewähr auf Richtigkeit, wenn Du Fehler findest, wäre es nett, wenn Du mich benachrichtigen könntest. Danke. Diese Seite stammt von Martins Infopool - http://infopool.martin-burger.de/ © by Martin Burger |